|
| Der
Begriff "aktiv" ist eigentlich irreführend,
denn aktive Boxen machen nichts anderes als
passive, sie machen es einfach nur besser.
"Lautsprechersysteme mit eigener
Stromversorgung" wäre zwar richtiger, aber
auch nicht besser verständlich. Wir bleiben
dann einfach bei "aktiv". |
|
Prinzipieller
Unterschied zwischen Aktiv- und Passivtechnik.
|

Bei
Passivlautsprechern wird das Musiksignal
zuerst verstärkt und dieses Signal auf
der Ebene hoher Ströme in die einzelnen
Frequenzbereiche aufgeteilt.

In der
Aktivtechnik wird das Musiksignal zuerst in
die einzelnen Frequenzbereiche aufgeteilt und
diese erst dann einzeln auf
hohe Leistungen verstärkt.
Aktive Frequenzweichen arbeiten also
elektronisch mit Analogrechnern oder digitalen
Prozessoren statt
mit passiven Bauteilen aus der
Starkstromtechnik. |
|
Vorteile
der Aktivtechnik:
- Frequenzweichen
und Filter sind exakt berechenbar.
- Entkopplung von
Weiche
und Chassis. (Die Kopplung einer komplexen
Quell- mit einer
komplexen Lastimpedanz
(Passivprinzip) ist ein gravierender
Fehler. Mechanische Analogie: Bei einem
Lastzug Zugwagen und Anhänger nicht starr,
sondern mit einem Gummiband verbinden.)
- Aktiv
sind bessere
Endstufenkonzepte möglich (z.B.
impedanzkontrollierte Schaltungen.
"Verstärker" sind in der Passivtechnik
stets "Spannungsverstärker".
"Stromverstärker" wären zwar richtig, sind
im Passivstandard aber nicht erlaubt.
(Dieser Fehler ist historisch bedingt aus
einer Zeit, als eine
fehlerhafte Dämpfung immer noch
besser war als gar keine Dämpfung und so
verbreitet, dass sogar einige
Aktivhersteller unreflektiert weiterhin
Spannungsverstärker einsetzen.)
- Basis
für weiterführende Techniken von Steuerung
über Regelung bis zu Dopplerkompensation.
- Lautsprecherkabel
und
externe Endstufen entfallen. Damit
entfällt auch der Diskurs über eine
"klangliche Anpassung" von Boxen, Kabeln
und Endstufen.
|
|
Warum sind
nicht alle Lautsprecher aktiv?
Es liegt nicht an der Technik,
sondern an einem Markt, der die
unterschiedliche Kombination systembedingter
Imperfektionen mit Entwicklungsarbeit
verwechselt und suggeriert, in der
Aktivelektronik werde das Musiksignal
verschlechtert. (Letzteres ist dann, als
empfehle man die Lochkamera, weil es im
Glas von Objektiven zu "Verlusten" komme.)
Wir halten die Passivtechnik
trotz imposanter Endstufen, Kabel,
Spulen und Kondensatoren für eine
grundsätzliche Fehlentwicklung mit
Nachteilen für die Kunden und Schaden
für die Glaubwürdigkeit von HiFi. Nach
unserer Meinung suchen die
betroffenen HiFi-Liebhaber dort aber
weniger die veraltete Technik, als vielmehr
jene Beschäftigung mit HiFi, die früher bei
beschränkter Technik notwendig war. Der
Verzicht auf bessere Mittel erinnert dann
aber an die Sache mit der Anbetung der
Asche statt der Weitergabe des Feuers.
(Herkunft
des Zitats)
(Schon vor Jahrzehnten
hatten übrigens renommierte Hersteller wie
Sennheiser, Klein+Hummel oder Braun auf
das Aktivprinzip gesetzt und auch wir
hatten lange versucht, Händler davon zu
überzeugen. ( >> Anmerkung "wie verhindert
man technischen Fortschritt"? ) ) |
|
|
|